Viszerale Osteopathie: was ist das eigentlich?

Die viszerale Osteopathie umfasst als Aufgabenfeld eine Behandlung der inneren menschlichen Organe, von welchen die Großzahl von dem Bauchfell umgeben ist, welches aus einem bindegewebsartigen Netz besteht, wodurch eine Verbindung mit anderen inneren Organen besteht.

Die Aufgabe dieser Behandlungsmethode besteht in dem Versuch der Behebung einer Bewegungseinschränkung beziehungsweise die Wiederherstellung  der Flexibilität eines betroffenen Organes, sofern diese erforderliche Flexibilität fehlt. Die viszerale Osteopathie bezeichnet das Beweglichsein der Organe als Mobilität, und somit wird diese Beweglichkeit  zueinander sowie zu dem die Organe stützendenden oder einhüllenden Binde- und Muskelgewebe getastet und  mit  dieser Behandlungsmethode gefördert.

Der Begriff „Viszera“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „innere Organe“ oder auch „Eingeweide“. Für einen in der Osteopathie bewanderten Therapeuten weisen die Organe einen für ihn leicht zu ertastenden Rhythmus auf. Die durch die Atmung verursachten Bewegungen sind nachvollziehbar und einfach vorstellbar. Noch immer unklar ist allerdings der Ursprung dieser Rhythmik, welche jedoch hierdurch völlig normale Funktionen zum Ausdruck bringen.

Die Behandlung erfolgt durch einen so genannten osteopathischen Behandler, welcher über die Fähigkeit verfügt, durch reines Ertasten – auch als „Palpieren“  bezeichnet –  der überaus feinen und nicht für jedermann wahrnehmbaren Eigenbewegungen der inneren Organe und ist somit in der Lage, sich ohne einen Eingriff, sondern durch  alleiniges Ertasten ein eigenständiges Bild zu machen von der Gesundheit oder Krankheit des betroffenen Organs.  Die viszerale Osteopathie erreicht eine Anregung der Vitalität sowie der Bewegung des Organs einzig durch eine Förderung auf sehr sanfte Art und Weise und trägt zu einer Anregung der Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei.

Die viszerale Osteopathie wirkt korrigierend auf die gestörte Rhythmik sowie Mobilität der Organe rein manuell und normalisiert ohne Zuhilfenahme von Medizin oder Medizintechnik deren normale Funktion. Zu den typischen Indikationen einer Behandlung gehören beispielsweise die Senkung von Blase, Uterus und Niere samt deren üblichen Folgen wie Menstruations- und  Zyklusstörungen und Inkontinenz. Somit ist durch die Anwendung der viszeralen Osteopathie der Behandler in der Lage, Organe wieder zu mobilisieren, indem Verklebungen und Anheftungen an den Organen gelöst werden. Zudem erfolgt eine Drainage von gestautem Gewebe. Hierdurch findet eine Unterstützung und Anregung der Funktionen der Organe statt, es erfolgt eine Auflösung krankhafter Mechanismen sowie eine Förderung der Selbstheilungskräfte.