Welches ist die am erfolgsversprechende Therapie bei Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)?

Medikamente am entnommenen Tumorgewebe statt am Patienten zu testen.

Bisher stand dieses Verfahren nur den grossen Pharmafirmen bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Medikamente zur Verfügung. Das Münchner Labor Spherotec GmbH bietet nun auch Patienten Unterstützung und diesen Service an.

Das Münchner Diagnostiklabor Spherotec GmbH wurde 2006 gegründet. Ziel ist die Optimierung von Krebstherapien durch die Kombination innovativer Technologien. Von Beginn bis heute arbeitet das Unternehmen mit führenden Pharmaunternehmen und Studienzentren zusammen, um die Effektivität neuer Wirkstoffe zu testen.

Nun bietet Spherotec diese Möglichkeiten auch Patientinnen mit Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) bei der Identifikation der individuell am besten geeigneten Medikamente an.

Bei Patientinnen bei denen zum ersten Mal Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) diagnostiziert wurde, wird das betreuende Ärzteteam eine Kombination aus Chirurgie und Chemotherapie vorschlagen. Die Wahl der Chemotherapie basiert dabei auf umfangreichen Studienergebnissen, die in Leitlinien zusammengefasst sind. Beim primären Eierstockkrebs ist die Wahl der Chemotherapiepräparate (Zytostatika) dort klar formuliert. In aller Regel wird Carboplatin™ und Paclitaxel™ eingesetzt.

Nach der Behandlung des Primärtumors tritt bei 68% der Patientinnen der Tumor innerhalb von 5 Jahren erneut auf (Rezidiv).

Wenn ein Rezidiv diagnostiziert wurde oder Carboplatin™ und Paclitaxel™ bei der Behandlung des Primärtumors nicht den Therapieerfolg erbracht haben, dann stehen laut Leitlinie mindestens 12 verschiedene Chemotherapiepräparate zur Verfügung. Diese 12 Zytostatika zeigten in Studien bei behandelten Patientengruppen ähnliche Ergebnisse.

Da jeder Patient und jeder Tumor aber individuell andere Eigenschaften hat, kann weder aus den Studienergebnissen, noch den Leitlinien abgelesen werden, welches der 12 Präparate nun bei der individuellen Patientin das Erfolgreichste sein wird. So muss bei vielen Behandlungen in der Rezidivsituation die ursprünglich ausgewählte Chemotherapie abgebrochen werden, weil diese nicht die erhoffte Wirkung zeigte. Danach wird gemäß dem Prinzip von „Versuch und Irrtum“ ausprobiert, ob ein anderes Präparat besser wirksam ist.

Um dieses mit Nebenwirkungen und Zeitverlust verbundene „Testen“ am Patienten zu vermeiden und von Anfang an sicherzustellen, dass dieser das für ihn persönlich wirkungsvollste Präparat erhält, hat Spherotec einen Test entwickelt. Dabei werden aus der bei der Operation/Biopsie entfernten Tumorgewebe kugelförmige Mikrotumore gezüchtet, die dem ursprünglichen Tumor sehr ähnlich sind. Diese Mikrotumore behandelt SpheroTec dann mit den zur Auswahl stehenden Zytostatika. Schon nach wenigen Tagen lässt sich in der Regel klar ablesen, welche Substanz(en) die Tumorzellen am besten bekämpfen wird/werden. Diese Informationen werden dem Patient und den behandelnden Ärzten zur Verfügung gestellt.

Zur Evidenz-basierten Sicherung der im Spherotec-Test erzielten Ergebnisse führt SpheroTec aktuell bei verschiedenen Tumorarten Studien durch:

beim Eierstockkrebs (SpheroID-Studie),
bei Brustkrebs (SpheroNeo-Studie),
beim Dickdarmkrebs (SpheroPCT-Studie) und
beim Magenkarzinom (SpheroGI-Studie).

Da der Spherotec-Test nur mit „frisch“ entnommenem Gewebe funktioniert, ist es sehr wichtig, dass Spherotec so früh wie möglich, insbesondere noch vor der Operation kontaktiert wird. So kann mit den behandelnden Ärzten das Vorgehen und die Logistik frühzeitig abgestimmt werden.

Spherotec ist erreichbar unter info@spherotec.com, per Telefon 089 540 41 34-14 Montag-Freitag 9:00-17:00 und persönlich nach Terminabsprache.